Bild von Institut mit Institutslogo
homeicon uni sucheicon suche siteicon sitemap kontakticon kontakt
unilogo Universität Stuttgart
Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung - IWS

Forschung: Lehrstuhl für Hydrologie und Geohydrologie

englishicon Druckansicht
 
Erstellung Synthetischer Hochwasserscheitelfolgen für ausgewählte Donaupegel in Österreich und Ungarn
Projektleiter:Prof. Dr. rer.nat. Dr.-Ing. András Bárdossy
Wissenschaftliche Mitarbeiter:Dr.-Ing. Jan Bliefernicht
Projektdauer:1.6.2004 - 31.7.2004
Finanzierung:AON Rück

Zusammenfassung:

Im Rahmen Projekts mit der AON Rück werden aktuelle und historische Flutereignisse der Donau in Österreich und Ungarn untersucht. Das Ziel der Untersuchung besteht darin, synthetische Flutereignisse für eine Abfolge von Pegeln zu generieren. Zunächst wird eine statistische Analyse der Hochwasserscheitelwerte aktueller und historischer Hochwässer aus den Jahren von 1900 bis 2003 für sieben ausgewählte Pegel in Österreich und Ungarn durchgeführt. Auf Basis der Ergebnisse dieser Untersuchung wird eine Generierungsmethode entwickelt, mit der die Möglichkeit besteht, Hochwasserscheitelwerte für den Wasserstand und dem Abfluss für die Pegelabfolge Linz-Ybbs-Kienstock und Budapest-Baja-Mohacs zu generieren. Die Methode wird validiert über einen Vergleich der Extremwertstatistiken zwischen synthetischen und beobachteten Scheitelwerten eines Pegels. Es stellte sich bei der statistischen Analyse heraus, dass schwere Hochwässer an der Donau vorwiegend große, weiträumige Ereignisse sind, welche sowohl Österreich als auch Ungarn betreffen. Dieser Effekt vergrößert sich sogar, wenn die Schwere eines Hochwasser zunimmt. Demnach entstehen schwere, regionale Ereignisse häufig oberhalb des Untersuchungsgebietes, deren Flutwellen sich über den deutschen Teil der Donau nach Österreich oder Ungarn fortpflanzen. Die Validierung der Generierungsmethode zeigt, dass die hier vorgestellte Methode Hochwasserscheitelwerte erzeugt, die die Charakteristika des Untersuchungsgebietes sinnvoll wiedergibt. Abschließend wurde ein Flut-Generator entwickelt, der an AON Rück übergeben wurde