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unilogo Universität Stuttgart
Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung - IWS

Forschung: Versuchseinrichtung zur Grundwasser- und Altlastensanierung (VEGAS)

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JOINT: Joint Technical Approach for Soil and Groundwater Quality Management Accompanying Meassure
Projektleiter:Dr.-Ing. Hans-Peter Koschitzky, AD
Projektdauer:1.3.2003 - 28.2.2005
Finanzierung:European Commission
Kommentar:

Dieses Projekt gehört zum Forschungsschwerpunkt:
In-Situ Sanierungstechnologien


Zusammenfassung:

Joint war eine sogenannte "Accompanying Measure" im Fünften Rahmenprogramm der Ausschreibung " EU Energy, Environment and Sustainable Development" und lief über zwei Jahre (2003 - 2004).

Das internationale Interesse an Forschung, Richtlinien und der Praxis des nachhaltigen Boden- und Grundwassermanagement wächst, insbesondere aufgrund der geforderten nationalen Umsetzung der Wasser-Rahmen-Richtlinie und der Entwicklung einer europäischen Strategie zum Schutz des Bodens (Boden-Rahmen-Richtlinie, Soil directive). JOINT hat zu diesen europäischen Entwicklungen mit der Durchführung von drei Workshops mit folgenden Schwerpunkten beigetragen:
  • Verbreitung aktueller F&E Ergebnisse und Verknüpfung existierender technischer Vorgehensweisen,
  • Stimulierung von Kooperationen auf dem Gebiet der angewandten Forschung,
  • Unterstützung bei der Erarbeitung der anstehenden Bodenrahmenrichtlinie.
Der erste Workshop "The Functioning and Management of the Water-Soil-System at River-Basin Scale: Diffuse Pollution and Point Sources" fand am 26. - 28. November 2003 in Orleans, Frankreich statt. Schwerpunkt des Workshop waren die Vorstellung der Ergebnisse und des Fortschritts einiger großen EU-Projekte aus dem Bereich Boden- und Grundwasserforschung des 5. Rahmenprogramms. Der Teilnehmerkreis waren insbesondere Anwendern (End-user), Technologieanbieter (service provider) Behörden und Altlastbesitzer sowie Wissenschaftlern. Einen weiten Raum nahmen Diskussionsforen und Workshops in kleinen Workgroups, die ihre Ergebnisse am Ende im Plenum zur Diskussion stellten. Ziel war es Lösungen zu finden wie man die Ergebnisse europäischer Forschung schneller und zielgerichtet an die Anwender und Problembesitzer transferieren kann. Zur Verbesserung der Kommunikation, der Verbreitung der Forschungsergebnisse und des Transfers in die Praxis d.h. zur raschen Markteinführung hat das Joint-Team auch zum Aufbau des webbasierten Technologieregisters (Technologiedatenbank) EUGRIS beigetragen.

Der zweite Workshop "Towards an Integrated Management of Soil and Water Resources: Fate and Behaviour of Pollutants" fand am 7. - 9. Juni 2004 in Bonn statt. Ein ausdrückliches Ziel dieser Workshops war über Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren, vordringliche Themen, die es in zukünftigen Forschungsaktivitäten abzudecken gilt zu identifizieren und darzustellen und eine Diskussion in Gang zu bringen, die auf die Einrichtung bzw. Initiierung interdisziplinärer, europaweiter Forschungskonsortien abzielte.

Der dritte Workshop: "Towards a harmonised management of European soil resources: Research, Agenda for Soil Protection" am 28. - 29. Oktober 2004 in Wien, Österreich, wurde gemeinsam mit der "Thematic Network SCAPE" (Soil Conservation and Protection for Europe) organisiert. Ziel des Workshop war die Analyse und Verbreitung der Empfehlungen der Technical Working Group Research zur EU Thematic Soil Strategy damit die wichtigsten, dringlichsten und kosteneffektivsten Bodenforschungsthemen als "priority research areas" identifiziert werden. Eine Broschüre, die diese Forschungsagenda zum Bodenschutz in Europa vorstellt, wurde erarbeitet und auf der Konferenz Vital Soil EU in Den Haag, November 2004, vorgestellt. Die Forschungsagenda für Bodenschutz in Europa beschreibt den generellen Forschungsbedarf für alle Bodengefährdungen und basiert auf dem DPSIR (Driving forces, Pressures, State, Impacts and Responses) Approach. Die Veröffentlichung "Risk based management of contamination and protection of the soil system in urban environments - JOINT Research Agenda 2005" gibt präzise Empfehlungen für ein risikobasiertes Management von Kontaminationen im Boden und zielt auf das integrierte Management von Boden- und Grundwasserressourcen ab. Es legt den Akzent auf den Forschungsbedarf für die Entwicklung adäquater Ressourcen Managementansätze, insbesondere vor dem Hintergrund von Landnutzungsänderungen und Klimawandel in der europäischen Union.

Die Veröffentlichung "Risk based management of contamination and protection of the soil system in urban environments - JOINT Research Agenda 2005" finden Sie hier.