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unilogo Universität Stuttgart
Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung - IWS

Forschung: Versuchseinrichtung zur Grundwasser- und Altlastensanierung (VEGAS)

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MOSAM: Mobile thermische In-Situ-Sanierungsanlage in Modulbauweise
Projektleiter:Dr.-Ing. Hans-Peter Koschitzky, AD
Wissenschaftliche Mitarbeiter:Dipl.-Ing.(FH) Oliver Trötschler
Projektdauer:1.11.2004 - 31.12.2006
Finanzierung:Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Leipzig-Halle
Kommentar:

Dieses Projekt gehört zum Forschungsschwerpunkt:
In-Situ Sanierungstechnologien

Publikationen: Link

Zusammenfassung:

Im Auftrag des Helmholtz Zentrums für Umweltforschung (UFZ), Leipzig-Halle wurde eine mobile thermischen In-Situ-Sanierungsanlage in modularer Bauweise (MOSAM) zum spezifischen Einsatz mit der Erkundungstechnik Geoprobe® geplant, angefertigt und auf dem Gelände des UFZ in Leipzig in Betrieb genommen. In MOSAM wurden zwei innovative In-Situ-Sanierungstechniken kombiniert. Das thermische In-situ-Sanierungsverfahren der Dampf-Luft-Injektion ist in der gesättigten und ungesättigten Zone bei mittlerer bis guter hydraulischer Durchlässigkeit für flüchtige organische Schadstoffe mit Siedetemperaturen
< 200°C effizient und in kurzen Zeiträumen anwendbar. Das thermische Verfahren elektrisch betriebener Heizelemente (THERIS) findet in schlecht bis mittel durchlässigen Böden Anwendung. Der Einsatz in der ungesättigten Bodenzone und im Kapillarsaum für organische Kontaminanten mit Siedetemperaturen bis 400°C ist erfolgreich überprüft.

Insbesondere unter dem Aspekt einer schnellen, zuverlässigen und lokal begrenzten thermischen Pilotsanierung (max. 1500 m³ Boden) von organischen Bodenverunreinigungen sind die vorgeschlagenen Technologien einzigartig. Vergleichbare mobile Anlagen werden von kommerziellen Herstellern z.Zt. noch nicht angeboten, da das hierzu erforderliche Know How bei VEGAS entwickelt wurde und die entsprechenden Erfahrungen hierzu vorliegen.

MOSAM besteht aus 3 isolierten Anlagencontainern in 20-ft. Ausführung. Die Anlage kann entsprechend den mitgelieferten Leitungssystemen (Rohre, Schläuche, Kabel) maximal im Abstand von 10 m zum Sanierungsbereich aufgestellt werden. Die Anlage ist entsprechend ATEX explosionsgeschützt aufgebaut. Die Fördereinrichtungen sind redundant ausgeführt. Sämtliche Prozessgrößen werden automatisch erfasst, sowie regelungs- und datentechnisch verarbeitet.

Container 1: Dampf-Luft-Erzeugung und –verteilung, max. 150 kW,
THERIS: 20 St. Heizelemente zu 1,5 m, max. 30 kW
 
Container 2: Bodenluftbehandlung über Kondensation,
Phasenabtrennung, Sorption auf Lutaktivkohle
max. 400 Nm³/h, 250 kW
Grundwasserbehandlung über zweistufige Aktivkohleanlage
max. 4 m³/h
mit luftbetriebenem Rückkühler (400 kW, auf-Dach-Montage)
und Thermische Nachverbrennungsanlage (190 kW, 700°C)
 
Container 3: Lager- und Pumpencontainer
2 m³ kontaminiertes Grundwasser, max. 5 m³/h
2 x 1,5 m³ gereinigtes Grundwasser / Kühlwasser, 2 - 20 m³/h
2 x 1,5 m³ Heizöl EL, max. 20 L/h