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Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung - IWS

Forschung: Versuchseinrichtung zur Grundwasser- und Altlastensanierung (VEGAS)

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Markierungsversuch AAV-Pilotvorhaben Nano-/MikroFe Injektion, Bornheim, ehemalige Großwäscherei Ferster
Projektleiter:Dr.-Ing. Hans-Peter Koschitzky, AD, Dr.-Ing. Norbert Klaas, M.Sc.
Wissenschaftliche Mitarbeiter:Dipl.-Ing.(FH) Oliver Trötschler
Dipl.-Geoökol. Tobias Heitmann
Projektdauer:1.3.2009 - 31.10.2009
Finanzierung:AAV Altlastensanierungs- und Altlastenaufbereitungsverband NRW
Kommentar:

Dieses Projekt gehört zum Forschungsschwerpunkt:
In-Situ Sanierungstechnologien

Publikationen: Link

Zusammenfassung:

Im Bereich einer ehemaligen Großwäscherei Ferster liegt eine CKW-Verunreinigung des aus Kiesen und Sanden bestehenden Aquifers vor. Ende 2007 wurde nach intensiver Standorterkundung eine Quellensanierung (Herdsanierung) durchgeführt. Mittels der Nano-Eisen-Sanierungstechnologie sollte die Quellstärke des Schadensherds deutlich reduziert werden, so dass die seit über zehn Jahren betriebene Pump&Treat Maßnahme kurz- oder mittelfristig eingestellt werden kann. Zur Bestimmung der Grundwasser-Fließverhältnisse zwischen Injektionsfeld und der zu Kontrollzwecken im Abstrom des Schadensherds errichteten CMT-Messebene wurde von VEGAS im Auftrag des AAV am Standort ein Tracerversuch im Zeitraum zwischen 16.03.2009 – 27.07.2009 durchgeführt.

Nach Auswahl und Bestimmung der vertikalen hydraulischen Anbindung über Kurzpumpversuche und Tracerverdünnungsversuche wurde in einem zeitlichen Abstand von mehreren Wochen der fluoreszierende Tracer Uranin als Dirac-Impuls zugegeben. Die Bestimmung der Tracergehalte erfolgte über Fluoreszensmesstechnik (Fluorometer) mit Einsatz von eingehängten Lichtleitersonden mit Längen von bis zu 30 m. Der Durchmesser der Sondenköpfe musste aufgrund der kleinskaligen CMT-Messstellen kleiner 8 mm liegen. Zur gesicherten Detektion etwaig vorbeiströmenden Tracers wurden die CMT-Messstellen mit Bladder pumps leicht, aber kontinuierlich bepumpt.

Die Untersuchungen bestätigten im Wesentlichen die entsprechend den Grundwasserständen definierte Hauptfließrichtung, die aufgrund der betriebenen Grundwassersanierung ausgerichtet war. Allerdings lag die Abstandsgeschwindigkeit um 0,1 – 0,2 m/d und deutlich kleiner als erwartet. Es erfolgte die Erfassung des Tracers über die Grundwassersicherung. Die Wiederfindung von ca. 50% der zugegebenen Tracermasse über die Grundwassersicherung im Verlauf von 3 Monaten deutet auf eine erforderliche Erhöhung der Förderrate zur vollständigen Erfassung der noch verbliebenen Schadensquelle hin.

Weiterführende Informationen erhalten Sie hier: Tracerversuch zur Bestimmung der Grundwasser-Fließverhältnisse am Altstandort ehemalige Großwäscherei Ferster in Bornheim-Roisdorf