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unilogo Universität Stuttgart
Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung - IWS

Forschung: Versuchsanstalt für Wasserbau

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Zukunftsbild Neckaraue, Neckarsulm
Projektleiter:Prof. Dr.-Ing. Silke Wieprecht
Wissenschaftliche Mitarbeiter:Dipl.-Ing. Florian Leo, B.A.
Projektdauer:1.4.2011 - 30.6.2013
Finanzierung:Stadt Neckarsulm
Projektpartner:Institut für Landschaftsplanung und Ökologie der Universität Stuttgart
Kommentar:

Dieses Projekt gehört zum Forschungsschwerpunkt:
Hydromorphologie

MMM - Monitoren, Messen und Modellieren


Zusammenfassung:

Westlich des Neckarufers in Neckarsulm liegt eine unbebaute Auenlandschaft. Die Flächen werden regelmäßig überflutet, sie haben als Retensionsraum für den Hochwasserschutz große Bedeutung. Bisher werden die weitläufigen Wiesen vor allem als Zwischenraum betrachtet, den es auf dem Weg zur Autobahn zu überwinden gilt. Doch aus gesamtstädtischer Sicht liegt das Gebiet nicht am Rand, sondern zentral zwischen Kernstadt und Obereisesheim, zwischen Autobahn und Audi, zwischen Neckar und Freibad. Trotzdem gibt es bisher für diesen wichtigen Teil der Stadt kein übergeordnetes Entwicklungskonzept und keine erkennbare Idee. Projekte der letzten Jahre wie Bachrenaturierungen, Parkplatzbau oder Baumpflanzungen bleiben Einzelmaßnahmen und können untereinander keine Synergieeffekte entwickeln.
Ziel des Projekts Zukunftsbild Neckaraue ist die Entwicklung eines neuen Leitbilds für diesen zentral gelegenen Landschaftsraum, das alte Sichtweisen aufbricht, um zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Ein großes Potenzial stellt in dieser Hinsicht die vorausschauende Bodenvorratspolitik der Stadt dar: wesentliche Teile der Neckaraue befinden sich in städtischem Besitz.
Inhaltlich spielt neben den verschiedenen Nutzungsansprüchen und möglichen baulichen Entwicklungen das bewusste Gestalten mit der natürlichen Fließgewässerdynamik und der Umgang mit dem Hochwasser eine zentrale Rolle. Die Dynamik des Neckars nicht mehr nur als Einschränkung, sondern als Gestaltungspotenzial zu betrachten, wird neue entwerferische Spielräume eröffnen. Dafür werden in diesem Projekt innovative Methoden angewandt, mit denen wasserbauliche und landschaftsgestalterische Aspekte entwurflich verbunden werden.