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unilogo Universität Stuttgart
Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung - IWS

Forschung: Versuchsanstalt für Wasserbau

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Sedimentmanagement in Bayern
Projektleiter:Prof. Dr.-Ing. Silke Wieprecht, Dr.-Ing. Sven Hartmann, AOR
Wissenschaftliche Mitarbeiter:Dipl.-Ing. (FH), M.Sc. Thilmann Heinrich
Dipl.-Ing. Florian Leo, B.A.
Dipl.-Ing. Manuel Gruber
Projektdauer:1.9.2012 - 31.8.2013
Kommentar:

Dieses Projekt gehört zum Forschungsschwerpunkt:
Hydromorphologie

MMM - Monitoren, Messen und Modellieren


Zusammenfassung:

Gemäß den in der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) definierten Zielen, soll grundsätzlich der gute Zustand der Wasserkörper bewahrt oder, soweit der Zustand davon abweicht, angestrebt werden. Für erheblich veränderte Wasserkörper (HMWB) gilt als Vorgabe die Erreichung eines guten Potenzials. Um die Ziele der WRRL erreichen zu können, sind in den vergangenen Jahren verschiedene Untersuchungsschritte vorgenommen worden, um mittels der zwischenzeitlich erstellten Bewirtschaftungsplanung detaillierte Maßnahmen planen und umsetzen zu können.
Ein in der Kategorie „Struktur“ beinhaltetes Element der Bewirtschaftung der Fließgewässer sind die Sedimente, die einen bedeutsamen Bestandteil der aquatischen Lebensräume darstellen. Nachdem der Sedimenttransport, sowohl in der Form des Schwebstoff- als auch des Geschiebetransports, von einer Vielzahl u.a. geologischer, hydrologischer und hydraulischer Faktoren abhängt und durch Nutzungen der Gewässer mitunter erheblich beeinflusst wird, ist eine nachhaltige Bewirtschaftung außerordentlich komplex. Darüber hinaus laufen morphologische Prozesse im Allgemeinen in relativ langen Zeiträumen ab, so dass der Planung und dem Monitoring erhebliche Bedeutung zukommen. Im Hinblick auf die Komplexität der Planung und Umsetzung eines nachhaltigen Sedimentmanagements sowie der organisatorischen, personellen und budgetmäßigen Beschränkungen, soll ein Rahmenkonzept „Sedimentmanagement in Bayern“ im Auftrag des Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) erstellt werden.
Zunächst erfolgt hierfür eine systematische Bewertung der bayerischen Gewässer hinsichtlich der gegenwärtigen Situation des Feststoffhaushalts sowie von signifikanten Belastungen aufgrund von Störungen des Sedimenttransports, von unerwünschten Stoffeinträgen aus der Fläche und einer Mobilisierung von an Sedimenten gebundenen Schadstoffen. In einem folgenden Schritt werden die Grundlagen für ein zielgerichtetes Sedimentmanagement erarbeitet.
Das Rahmenkonzept ermöglicht es der Bayerischen Wasserwirtschaftsverwaltung letztlich, auf der Basis von transparenten, belastbaren und nachvollziehbaren fachlichen Kriterien eine zeitlich gestaffelte Umsetzung von Sedimentmanagementmaßnahmen vorzunehmen und gegebenenfalls Strecken mit vorrangigem Handlungsbedarf zu identifizieren.