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unilogo Universität Stuttgart
Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung - IWS

Forschung: Versuchseinrichtung zur Grundwasser- und Altlastensanierung (VEGAS)

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Protection of Groundwater Resources at Industrially Contaminated Sites (PURE)
Projektleiter:Dr.-Ing. Hans-Peter Koschitzky, AD
Stellvertreter:Dr.-Ing. Arne Färber
Wissenschaftliche Mitarbeiter:Dr. rer.nat. Karolin Weber, M.Sc.
Dipl.-Ing.(FH) Oliver Trötschler
Projektdauer:1.4.2000 - 31.3.2003
Finanzierung:European Commission, Fifth framework programme
Kommentar:

Dieses Projekt gehört zum Forschungsschwerpunkt:
In-Situ Sanierungstechnologien

Publikationen: Link

Zusammenfassung:

Im Rahmen des EU-Forschungsprojektes PURE (Protection of Groundwater Resources at Industrially Contaminated Sites) wurden innovative In-situ-Sanierungstechnologien zur simultanen Sanierung der gesättigten und ungesättigten Bodenzone von organischen Kontaminationen weiterentwickelt und im Rahmen von naturnahen Technikumsversuchen erfolgreich getestet. Die Entwicklung schloss den Einsatz einer verfahrensspezifischen Aufbereitungstechnik zum kostengünstigen Recycling der eingesetzten Spüllösungen (Alkohole) ein.

Das Ziel war die Kombination zweier In-situ-Sanierungstechnologien, der Alkoholspülung (Alkohol Flooding), auch Co-Solvent-Flooding (CSF) genannt zur Reinigung hochkontaminierter Grundwasserleiter (Schadensherde) und der Sanierungstechnologie der Dampf-Luft-Injektion, auch Thermally Enhanced Soil Vapour Extraction (TSVE) genannt zur Reinigung des darüber liegenden Grundwasserwechselbereichs, der Kapillarzone und der ungesättigten Zone.

Im Rahmen der Technologieentwicklung konnte der Anwendungsbereich von TSVE auf die gesättigte Zone erweitert werden (SubTSVE), so dass eine simultane Sanierung der Schadstoffquellen in allen betroffenen Bodenbereichen ermöglicht wird.

Die Sanierung von zwei Standorten der im EU Projekt beteiligten Industriepartner wurde geplant und die Kosten ermittelt (Kostenschätzung). Ein Vergleich mit dem an einem der Standorte eingesetzten „Standardsanierungsverfahren“ des Air-Spargings zeigte deutlich geringere Kosten für die In-situ-Sanierung mit der Dampf-Luft-Injektion auf.

Die Berechnung der Dampffrontausbreitung in der gesättigten Zone erfolgte anhand bestehender analytischer Lösungen aus dem Bereich der Erdölgewinnung. Eine direkte Übertragung ist jedoch nur begrenzt möglich. Die Bestimmung der Dampfausbreitung sollte daher im Rahmen zukünftiger Projekte auf Basis numerischer Methoden erfolgen.

Der Einsatz von CSF bedingt die genaue Einhaltung der erforderlichen, optimalen Verhältnisse der Alkohole, bzw. des Mischungsverhältnisses mit Wasser. Eine genaue Kenntnis der hydraulischen Bedingungen und der Schadstoffverteilung am Standort ist Voraussetzung für eine hydraulische Dimensionierung der Maßnahme anhand numerischer Modelle. Ist das System hydraulisch kontrollierbar, so kann eine vollständige Sanierung der gesättigten Zone erreicht werden.

Während für das In-situ-Verfahren der Dampf-Luft-Injektion zwischenzeitlich erfolgreiche Pilotvorhaben vorliegen, steht der Nachweis der Einsatzfähigkeit und Praxistauglichkeit der Alkoholspülung im Rahmen eines Pilotvorhabens noch aus.

Eine detaillierte Projektbeschreibung finden Sie hier.