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unilogo Universität Stuttgart
Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung - IWS

Forschung: Versuchsanstalt für Wasserbau

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Abhängigkeit des Erosionsverhaltens von den Charakteristika kohäsiver Gewässersedimente
Projektleiter:Prof. Dr.-Ing. habil. Bernhard Westrich
Wissenschaftliche Mitarbeiter:Dr. rer.nat. Sabine Ulrike Gerbersdorf
Dipl.-Geoökol. Thomas Jancke
Projektdauer:1.7.2002 - 31.7.2006
Finanzierung:externer Link Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Vorträge:
  • „Resuspension stability of riverine sediments – determined by physical, chemical and biological parameters” 11. Magdeburger Gewässerschutzseminar in Leipzig, 18.-22. Oktober 2004
  • "Erosion risk of riverine sediments – determined by physical, chemical and biological parameters" 6th International Symposium on Sediment Quality Assessment Watershed – sediment management, from source to sink; Antwerpen, August 17-20, 2004
Kommentar:Englischer Titel des Gesamtprojektes: Sediment Dynamics and Pollutant Mobility in River Basins - SEDYMO

Dieses Projekt gehört zum Forschungsschwerpunkt:
Hydromorphologie

MMM - Monitoren, Messen und Modellieren

Publikationen: Link

Zusammenfassung:

Kontaminierte Sedimente in Flüssen stellen ein ökologisches Gefahrenpotential dar, da diese Sedimentschichten bei erhöhten Abflüssen abgetragen und die Schadstoffe im oxidierten Milieu freigesetzt werden können. Daher ist eine Risikoabschätzung zur Erosionsstabilität bekannter kontaminierter Standorte im Hinblick auf eventuellen Handlungsbedarf wichtig. Die Erosionsstabilität kann einerseits direkt bestimmt werden, was aber spezielles Equipment voraussetzt. Eine alternative Möglichkeit ist die indirekte Bestimmung über entsprechende Sedimentparameter, welche die Erosionsfestigkeit eines Sedimentes charakterisieren. Hier wurden meist nur bodenmechanische Parameter untersucht, biologische Parameter fanden entweder nur losgelöst oder in artifiziellen Laboruntersuchungen Beachtung. Ziel diese Teilprojektes ist es, beide Disziplinen zusammenzubringen, um eine vollständige Beschreibung der Erosionsstabilität durch die verschiedenen Parameter zu ermöglichen. Dabei sollen Master-Variablen gefunden werden, welche effizient, zuverlässig und auch kostengünstig sind. Die Sedimentparameter für Erosionsstabilität zeigen teilweise saisonale und räumliche Variationen, sowie Tiefenabhängigkeiten. Um all dieses zu berücksichtigen, werden verschiedene Standorte zu unterschiedlichen Jahreszeiten beprobt, sowie die Erosionsstabilität und die Sedimentcharakteristika tiefenabhängig untersucht. Der Fokus lag im Jahre 2003 auf einer monatlichen Beprobung der Staustufe Lauffen im Neckar, welche bekannt ist für hohe Konzentrationen an Schwermetallen in den Altsedimenten (siehe Gerbersdorf et al., 2005, Limnologica). Im Jahr 2004 wurden die Staustufen Deizisau, Hofen und Poppenweiler im Neckar zu verschiedenen Jahreszeiten (Frühjahr, Sommer und Herbst) untersucht (siehe Gerbersdorf et al., eingereicht, AEHMS). Im Jahr 2005 wurden Buhnenfelder an der Elbe beprobt (Frühjahr: Prelouc, Tschechische Republik; Sommer, Herbst und Winter: Fahlberg / List bei Magdeburg).