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unilogo Universität Stuttgart
Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung - IWS

Forschung: Versuchseinrichtung zur Grundwasser- und Altlastensanierung (VEGAS)

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Entwicklung eines Start-Up-Plans für Flächenrecyclingsprojekte im Rahmen der Phase III der deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit (SMART)
Projektleiter:PD Dr.-Ing. Baldur Barczewski
Stellvertreter:Jürgen Braun, Ph.D.
Wissenschaftliche Mitarbeiter:Dr. rer.nat. Karolin Weber, M.Sc.
Dr.-Ing. Volker Schrenk, Dipl.-Geoökol.
Projektdauer:1.9.2002 - 31.12.2006
Kommentar:

Dieses Projekt gehört zum Forschungsschwerpunkt:
Flächenrecycling und Ökobilanzierung

Publikationen: Link

Zusammenfassung:

Die Phase III der deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit "Nachhaltige Flächenrevitalisierung" ist seit Mitte 2007 abgeschlossen. Wesentliche Ergebnisse der bilateralen Zusammenarbeit sind die Dokumentationen der durchgeführten Workshops sowie die "Arbeitshilfe zur Erstellung von Start-Up-Plänen für Brachflächen -Version 2007-."

Der Erfahrungsaustausch - Workshops
Im Rahmen der gemeinsamen Workshops in Deutschland und den USA fand ein intensiver Meinungsaustausch zu den Sichtweisen und Lösungsansätzen für ein erfolgreiches Flächenrecycling statt. Dabei wurden den Teilnehmern die spezifischen Vorgehensweisen und Ansätze der jeweils anderen Seite näher gebracht.
Die Themen der Workshops umfassten:

  • Ökonomische Instrumente für ein wirtschaftliches Brachflächenrecycling (Charlotte, North Carolina);
  • Projektmanagement und Marketing beim Brachflächenrecycling (Saarbrücken);
  • Risikobewertung und Risikokommunikation beim Brachflächenrecycling (Portland, Oregon);
  • Soziale Aspekte des Brachflächenrecyclings (Leipzig);
  • Nachhaltige Wiedernutzung von Brachflächen (St. Louis, Missouri);
  • Brachflächenrecycling: Herausforderungen, Lösungen, Nutzen! (Berlin und Denver, Colorado).
Die ausführlichen Dokumentationen der Workshops und der Abschlusskonferenz auf deutscher Seite in Berlin "Brachflächenrecycling: Herausforderungen, Lösungen, Nutzen" sind umfassend dokumentiert und in der Schriftenreihe des Deutschen Instituts für Urbanistik in Berlin erhältlich (http://www.difu.de/publikationen).

Die Arbeitshilfe zur Erstellung von Start-Up-Plänen für Brachflächen
Die im Rahmen der deutsch-amerikanischen Zusammenarbeit erstellte "Arbeitshilfe zur Erstellung von Start-Up-Plänen für Brachflächen" ist eine Anleitung zur Erarbeitung eines Art Business-Plans (Geschäftsplan) für eine brachgefallene Fläche. Um den Start-Up-Plan auf einer einheitlichen Grundlage aufzubauen und dennoch individuell zu gestalten, wurde die Arbeitshilfe erstellt. Die Arbeitshilfe handelt die verschiedenen Themenbereiche der Flächenrevitalisierung schrittweise ab. Sie gibt Hinweise, welche Punkte in einem Start-Up-Plan aufgenommen werden sollten bzw. könnten. Dazu werden die planerischen, sozialen, umwelt- und bautechnischen sowie ökonomischen Aspekte der Brachflächenrevitalisierung angesprochen. Die Arbeitshilfe ist hierzu als Ideensammlung zu verstehen. Eine erste Version der Arbeitshilfe wurde während der Projektlaufzeit von verschiedenen Ingenieurbüros eingesetzt und getestet. Basierend auf den in der Testphase gesammelten Erfahrungen wurde die Arbeitshilfe überarbeitet und in der Version 2007 veröffentlicht.
Sinn und Zweck eines Start-Up-Plans ist es, in Form einer standardisierten, vereinfachten und kompakten Gesamtbetrachtung eine Grundlage für eine zeitnahe Revitalisierung einer Fläche zu schaffen. Der Start-Up-Plan vereint dabei alle für eine Flächenrevitalisierung notwendigen Informationen und vermeidet ausführliche Detaildarstellungen. Der Start-Up-Plan kann somit als ein Marketinginstrument ähnlich wie das Expose eines Maklers dienen oder auch einfach alle vorhandenen Informationen zu einer Fläche zusammen fassen. Auf ca. 10 - 15 Seiten stellt ein Start-Up-Plan dar, welche Informationen zu einem Grundstück in den Themenbereichen

  • Entwicklungsvision für die Fläche (Planung),
  • Soziales,
  • Baureifmachung der Fläche (umwelt-orientierte Themen) und
  • Ökonomie
vorhanden sind. Auch werden die Bereiche, in denen noch weitere Untersuchungen erforderlich sind, genannt und die möglichen nächsten Schritte für eine Revitalisierung der Fläche aufgezeigt. Obwohl der Start-Up-Plan standardisiert ist, handelt es sich nicht um ein statisches Tool. Der Start-Up-Plan ist dynamisch und wird entsprechend der Zielgruppe auf genau die anzusprechende Zielgruppe abgestimmt. Zielgruppen sind z.B. Flächeneigentümer, Investoren, Banken, Entwickler und insbesondere auch Bürgermeister. Der Plan soll die Kommunikation und Zusammenarbeit der bei Revitalisierungsvorhaben beteiligten Personen fördern und unterstützen. Zudem kann der Start-Up-Plan zur Erarbeitung einer gemeinsamen Entwicklungsvision aller am Projekt Beteiligten dienen.
Die komplette "Arbeitshilfe zur Erstellung von Start-Up-Plänen für Brachflächen - Version 2007-" steht hier kostenfrei als pdf-Datei zur Verfügung.