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unilogo Universität Stuttgart
Institut für Wasserbau - IWS

Selected Topics and International Network Lectures

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Dienstag
10.12.2002
16:00 Uhr
Prof. Dr.-Ing. Karl Strauß Lehrstuhl für Energieprozesstechnik und Strömungsmechanik, Fachbereich Chemietechnik, Universität Dortmund

Hochverdünnte Tensidlösungen: Grundlagen und Forschungsergebnisse

In Strömungen von hochverdünnten, wässrigen Tensidlösungen treten bemerkenswerte Effekte auf, für die es bei anderen newtonschen wie auch nichtnewtonschen Flüssigkeiten kein Analogon gibt. So kommt es aufgrund der Beanspruchung durch den Fließvorgang auch bei Tensidlösungen zu Veränderungen im Fließverhalten, die sich auf vielfältige Weise zeigen. Der wohl bekannteste Effekt ist die Ausbildung des scherinduzierten Zustandes, der mittels Viskosimetrie festgestellt wird und sich in einem sprunghaften Anstieg der Scherviskosität und dem Auftreten von Normalspannungen zeigt. Die Ursache für diese Veränderung ist in der Ausbildung einer supermizellaren Struktur zu sehen, die erst durch den Fließvorgang entsteht und diesen dann entscheidend beeinflusst. Auf den Erkenntnissen über die gebildete Struktur und das Strömungsverhalten in unterschiedlichen Strömungsgeometrien aufbauend können anwendungsorientiertere Fragestellungen wie z. B. die sogenannte Widerstandsverminderung bei turbulenten Strömungen und die Herstellung von mesostrukturierten Silikatpartikeln behandelt werden.