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unilogo Universität Stuttgart
Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung - IWS

Abstract

 
   

"Qualitative und quantitative Bewertung der Auswirkungen von Sunk auf juvenile Fischarten"

Die durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass geeignete Lebensräume für die juvenile Äsche vornehmlich in den flach überströmten Randbereichen der Kiesbänke zu finden sind. Diese Lebensräume sind stark abflussabhängig und dadurch von dem Schwall/Sunk-Betrieb des Kraftwerks betroffen. Das Gefährdungspotential ist zum einen stark abhängig von der Schnelligkeit der Abflussveränderung aber zum anderen auch vom Abflussbereich in dem diese Änderung stattfindet. Dies liegt daran, dass abhängig von der Gewässermorphologie in bestimmten Abflussbereichen besonders viele Flachwasserzonen vorhanden sind, die bei weiterem Absinken des Abflusses eine kritische Wassertiefe unterschreiten. Zusätzliche Gefährdungen der Jungfische entstehen durch die Abtrennung von Gewässerbereichen, da diese oftmals vor dem nächsten Schwall trocken fallen. Während eine schnelle Wasserspiegelabsenkung in Flachzonen und eine Abtrennung von Gewässerzonen für sich alleine bereits eine Gefährdung von Jungfischen darstellen, ergibt sich das größte Gefährdungspotential, wenn beide Faktoren aufeinandertreffen. Für die aufgezeigten Gefährdungsarten des Sunks konnten mit Hilfe des Ansatzes die kritischen Abflussbereiche in der bestehenden Betriebsweise identifiziert werden und das Ausmass der Gefährdung quantifiziert werden. Insbesondere durch die Identifizierung kritischer Abflussbereiche, ist es möglich sowohl wasserwirtschaftliche als auch wasserbauliche Maßnahmen zu planen und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zu überprü-fen. Dadurch kann der Schwall/Sunk-Betrieb unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Interessen optimiert werden.