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unilogo Universität Stuttgart
Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung - IWS

Abstract

 
   

"Pilotanwendung des In-Situ-Sanierungsverfahrens „Dampf-Luft-Injektion in die gesättigte Zone (DLI)“ zur Bestimmung der thermischen Reichweite und der Sanierungsleistung am Standort „Biswurm“ in Villingen, Schwarzwald-Baar-Kreis "

Auf Vorschlag des Stadtbauamts Villingen-Schwenningen und des Ingenieurbüros GEOsens, sowie nach Prüfung und Vorplanungen von VEGAS, wurde im Auftrag der Stadt Villingen-Schwenningen und in Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung GmbH – UFZ im Rahmen der Sanierungsplanung am Standort der ehemaligen städtischen Verbrennungsanlage Biswurm eine thermische Pilotsanierung mit Dampf-Luft-Injektion im Kernbereich des Boden- und Grundwasserschadens durchgeführt.

Die Pilotanwendung war als Feasibility-Studie konzipiert und diente neben dem erstmaligen Nachweis der technischen Machbarkeit und Effizienz einer thermischen Sanierung mittels Dampf-Luft-Injektion im geklüfteten Festgestein der späteren Planung einer thermischen In-situ-Sanierung des oberen Plattensandsteinaquifers des Schadenskernbereichs einschließlich einer entsprechenden Kostenschätzung.

Während der 7-monatigen Pilotierung wurde im Kernbereich des CKW-Schadens mit einem Durchmesser von ca. 12 m (110 m² Fläche) und einer Tiefe von 20 m (2.000 m³ Boden) über 19 Wochen eine Dampf-Luft-Mischung injiziert.

Die Eignung des geklüfteten Sandsteinaquifers für eine thermische In-situ-Sanierung konnte bestätigt werden. Insbesondere in den Bereichen der Grundwasserschwankungen, bzw. der Grundwasservorspannung (14 – 9 m. u. GOK) und der ungesättigten Zone kann die Anwendung aufgrund des erzielten Schadstoffaustrags und der thermischen Reichweite empfohlen werden.

Eine auf Grundlage der Pilotanwendung und der Grundwassersicherung erstellte vergleichende Kostenschätzung ergab eindeutige, spezifische Kostenvorteile der Dampf-Luft-Injektion im Vergleich zur Bodenluftabsaugung und Grundwasserhaltung (Pump & Treat).

Angesichts des positiven Einsatzes der Dampf-Luft-Injektion wurde eine Kostenschätzung zur thermischen Sanierung des gesamten Schadenszentrums mit einer Fläche von 2.900 m² und einer Mächtigkeit von 15 m erstellt.