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unilogo Universität Stuttgart
Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung - IWS

Abstract

 
   

"Machbarkeitsstudie mit Kostenschätzung für den Einsatz des In-Situ-Sanierungsverfahrens Dampf-Luft-Injektion ins Grundwasser am Standort “Eppsteiner Strasse” in Oberursel, Taunuskreis, zur Sanierung des CKW-Schadens (Schadensherdentfernung)"

Die zu behandelnde Altlast liegt in einem eng bebauten historischen Altstadtviertel. Ein Aushub der Schadensquelle (bis zu 9 m Tiefe) gilt als problematisch, da die Statik der Häuser gefährdet werden könnte. Zur raschen Sanierung des Standorts wurde im Rahmen einer Machbarkeitsstudie in der Sanierungsuntersuchung der Einsatz der thermischen In-situ-Sanierung mittels Dampf-Luft-Injektion (DLI) diskutiert. Zur Überprüfung des Einsatzes von DLI und der Dimensionierung der thermischen Sanierung wurden am Standort über Bodenluftabsaugversuche die hydraulische Durchlässigkeit der ungesättigten Zone bestimmt und über Slug-Tests die hydraulische Durchlässigkeit der gesättigten Zone und ergänzend die hydraulische Durchlässigkeit der Sickerwasserzone bestimmt. Aufgrund der bestimmten, unerwartet geringen hydraulischen Durchlässigkeit im Bereich der gesättigten Zone von unter 10-7 m/s ist diese mittels Dampf-Luft-Injektion nicht sanierbar und kann als Geringwasserleiter nur unwesentlich zur Schadstoffemission beitragen. Die Durchlässigkeiten in der hoch kontaminierten ungesättigten Bodenzone und der Sickerwasserzone (1 – 5 x 10-5 m/s) rechtfertigen die Planung einer thermischen in-situ Sanierung mittels Dampf-Luft-Injektion. Die Machbarkeitsstudie dokumentiert in enger Zusammenarbeit mit dem planenden Ingenieurbüro und dem kommunalen Standortbesitzer die Sanierung des Standorts mittels DLI unter Bestimmung der Kosten. Aufbauend auf der SU erfolgte die Sanierungsplanung und der Standort soll nach Anpassung und Optimierung des DLI-Sanierungskonzepts im Rahmen einer Pilotanwendung in den Jahren 2012 und 2013 saniert werden.