Bild von Institut mit Institutslogo
homeicon uni sucheicon suche siteicon sitemap kontakticon kontakt
unilogo Universität Stuttgart
Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung - IWS

Abstract

 
   

"CKW-Boden- und Grundwassersanierung unter einem historischen, bewohnten Gebäude mittels Dampf-Luft-Injektion ins Grundwasser"

Mitten in der Altstadt von Karlsruhe-Durlach befindet sich unterhalb der Räumlichkeiten einer ehemaligen Chemischen Reinigung das Schadenszentrum eines CKW-Schadens (v. a. PCE), der sich über die ungesättigte bis in die gesättigte Zone erstreckt.
Im Rahmen eines Vorversuchs (Pilotanwendung) des innovativen Verfahrens der Dampf-Luft-Injektion (DLI) zur Prüfung der Durchführbarkeit und der optimalen Auslegung im Jahr 2005 sowie der anschließenden Sanierung im Jahr 2010 konnten rd. 500 kg CKW aus der gesättigten und der ungesättigten Zone entfernt werden.
Die Sanierungsfläche betrug rund 220 m2 unterhalb einer ehemaligen chemischen Reinigung und dem Gebäudeinnenhof; die vertikale Ausbreitung des Schadens konnte auf 7 m u. GOK eingegrenzt werden. Das denkmalgeschützte Gebäude wird im Erdgeschoss als Atelier genutzt, die oberen Stockwerke sind bewohnt.
Für die Sanierung im Jahr 2010 wurde das Gebäude für die thermische Sanierung mittels schräg gebohrten Dampfinjektionsbrunnen, einem umlaufenden Ring von Bodenluft- und Grundwasserbrunnen und einer horizontalen Bodenluftdrainage unterhalb des Gebäudes erschlossen. Während der achtmonatigen Dampfinjektion wurde die gesättigte Zone auf die erforderliche Gemischsiedetemperatur von 92 °C erwärmt. Der schadstoffbelastete Grundwasserwechselbereich und die Schlufflage wurden auf über 70 °C erwärmt.
Nach Abschluss der anschließenden zweimonatigen Abkühlphase konnte das Erreichen der Sanierungs-zielwerte bestätigt werden. Die geforderten Sanierungszielwerte von 10 mg CKW je m3 Bodenluft, bzw. 10 µg CKW/L im Grundwasser wurden erreicht und deutlich unterschritten.