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unilogo Universität Stuttgart
Institut für Wasser- und Umweltsystemmodellierung - IWS

Abstract

 
   

"Erfahrungen und Lehren aus fast 20 Jahren thermischer In-situ-Sanierung - wo stehen wir heute?"

Kurzfassung: Die Beseitigung von Schadensherden bei der Boden- und Grundwassersanierung ist von großer Bedeutung bei der Sanierung von Altlasten, um eine dauerhafte und nachhaltige Verbesserung der Boden– und Grundwasserqualität zu erreichen. Thermische In-situ-Sanierungsverfahren (TIsS) besitzen ein hohes Potential, effizient und umfassend Herde von organischen Schadstoffen – insbesondere auch bei vorhandener Bebauung - zu beseitigen. Oft spielt bei derartigen Sanierungen auch die zeitliche „Planbarkeit“ und die Vorhersage des Sanierungserfolgs eine wichtige Rolle. Auch bieten TisS im Bereich der zeitlichen Vorhersage einer In-situ-Sanierung deutliche Vorteile zu anderen Technologien und liefern somit einen wichtigen Beitrag bei der Revitalisierung von Industriebrachen, zur Stadtentwicklung und zur Wiedernutzbarmachung von Brachflächen und können somit auch zum Erreichen des 30 ha Ziels beitragen.
Eine In-situ-Sanierung, insbesondere im innerstädtischen Bereich, muss oft innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens zum Sanierungserfolg führen. Insbesondere durch den vergleichbar geringen Zeitbedarf im Vergleich zu klassischen, langlaufenden Sanierungs- und Sicherungsmaßnahmen (kalte Bodenluftabsaugung oder auch Pump&Treat) werden der Zeit und Kostenrahmen kalkulierbar.
Im Beitrag werden Möglichkeiten zur Beseitigung von Schadensherden aus dem Boden und Grundwasser – in der Regel simultan - durch den Einsatz von TIsS vorgestellt. Seit mehr als 20 Jahren werden bei VEGAS an der Universität Stuttgart derartige Verfahren erforscht, mitentwickelt und optimiert und erfolgreich Technologietransfer betrieben wobei der Schwerpunkt auf der Dampf-Luft-Injektion, DLI, liegt. Ihre Anwendungsmöglichkeiten und -grenzen (Operating Windows) werden und wurden in einer Vielzahl von Praxisanwendungen stetig erweitert und ausgelotet.