Die AQUA Stiftung verlieh den AQUA Studienpreis 2025 an Manuela Schorsy für ihre herausragende Masterarbeit mit dem Titel "Vergleich von Regenwasserbewirtschaftungsanlagen zur Nutzung (RWB-N) und verstärkten Regenwasserrückhaltung (RWB+) hinsichtlich ihres Potentials zur Stärkung der Resilienz der Siedlungsinfrastruktur".
Die Zeitschrift "Wasserwirtschaft Wassertechnik" veröffentlichte in ihrer Dezemberausgabe 2025 einen Beitrag von Manuela Schorsy:
Titel: Bewertung von Regenwasserbewirtschaftungsanlagen zur Stärkung der urbanen Resilienz – Ergebnisse einer Masterarbeit"
Ausgabe: 11-12/2025
Der Artikel steht in engem Zusammenhang mit der Masterarbeit, die von Ralf Minke und Eduard Rott (Institut für Siedlungswasserbau, Wassergüte- und Abfallwirtschaft) betreut wurde. Wir freuen uns außerordentlich über die erfolgreiche Einreichung des Artikels. Die Arbeit ist nun für eine breite Öffentlichkeit sichtbar. Dies spiegelt die Relevanz des Themas und die Qualität der Forschungsarbeit wider.
Zusammenfassung
Der Artikel untersucht das Potenzial von Regenwasserbewirtschaftungsanlagen (RWBAnlagen) zur Stärkung der Resilienz urbaner Infrastrukturen im Kontext des Klimawandels. Dabei wurden verschiedene Anlagentypen wie Zisternen, Versickerungsmulden, Retentionsdächer und Baumrigolen hinsichtlich ihrer Eignung zur Regenwassernutzung, Starkregenvorsorge sowie zur Förderung von Verdunstung und Versickerung über Simulationen analysiert.
Zur Dimensionierung und Simulation kamen die Softwaretools EPA SWMM und CropWat der FAO sowie ein Erfassungs-Speicherungs- und Bereitstellungsmodell (ESB-Modell) zum Einsatz. Um den Nutzenaspekt abzubilden wurde der Bewässerungsbedarf für Stadtgrün auf Basis realer Niederschlags- und Klimadaten für die Modellgebiete Berlin und Köln über einen Zeitraum von zehn Jahren ermittelt. Für die Starkregenvorsorge wurden KOSTRA-Niederschlagsdaten für 5- und 100-jährige Regenereignisse verwendet.
Durch eine Langzeitsimulation wurde für beide Modellgebiete die Wasserbilanz der einzelnen Anlagenvarianten berechnet und in eine Multikriterienanalyse überführt. Ein Scoring-System ermöglichte die vergleichende Bewertung der Effizienz und des räumlichen Aufwands der Anlagen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Leistungsfähigkeit der Anlagen stark vom lokalen Klima und der verfügbaren Fläche abhängt, was die Notwendigkeit einer standortspezifischen und zielgerichteten Planung unterstreicht. Das entwickelte Excel-basierte Bewertungstool unterstützt Planende bei der Auswahl geeigneter Systeme und wird zukünftig um sozioökonomische Kriterien erweitert, um eine noch umfassendere Entscheidungsgrundlage zu bieten.