Versuchseinrichtung zur Grundwasser- und Altlastensanierung (VEGAS)

EiCLaR - Verbesserte und innovative In-situ-Biotechnologien für die Sanierung kontaminierter Flächen

Laufzeit: 01.01.2021 - 31.12.2024
Abteilung: VEGAS

EiCLaR - Verbesserte und innovative In-situ-Biotechnologien für die Sanierung kontaminierter Flächen

Inhalt

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Implementierung einer kostengünstigen Sanierungstechnologie auf Basis mikrobiologischer Methoden. Die Hauptziele von EiCLaR sind:

  • Verbesserung der Leistung von In-situ-Bioremediation (ISBR) durch Integration spezifischer physikalischer, chemischer und elektrischer Prozesse;
  • die verbesserte Leistung an verschiedenen Pilotstandorten zu demonstrieren und somit
  • den Einsatz effizienter und nachhaltiger Sanierungstechnologien zu verstärken.

ISBR ist eine nachhaltige und kostengünstige Sanierungsmethode, die auf mikrobiologischen Prozessen basiert. EiCLaR kombiniert diese biologischen Prozesse mit verschiedenen nicht-biologischen Prozessen, um die Leistung der In-situ-Bioremediation zu verbessern und die Sanierung auf ein breiteres Spektrum von Kontaminanten auszudehnen. Die betrachteten Verunreinigungen sind beispielsweise durch chlorierte Lösungsmittel (z. B. TCE, PCE), durch Schwermetalle (z. B. As, Cd) oder durch persistente organische Schadstoffe (z. B. PAK, PFAS) bedingt.

In drei Arbeitspaketen werden verschiedene Technologien entwickelt, um die Leistung der In-situ-Bioremediation zu verbessern:

  1. (Elektro-) Nanobioremediation (ENB): nZVI – Sanierungen werden von Bio-Elektro-Ansätzen unterstützt um persistente halogenierte organische Schadstoffe zu entfernen.
  2. Kombination von Bioaugmentation (MBR) mit bioelektrochemischer Sanierung (BER): Verbesserung des metabolischen aeroben Chlorethen-Abbaus und Optimierung bioelektrochemischer Systeme zur Sanierung von aromatischen Kohlenwasserstoffgemischen und sechswertigem Chrom in Boden und Grundwasser.
  3. Verbesserte Phytoremediation (EPR): Untersuchung der Auswirkung auf die mikrobielle Aktivität und Ökotoxizität bei der Behandlung gemischter organischer und anorganischer Kontaminanten sowie Erstellung optimierter Betriebsparameter für großflächige Feldanwendungen.

VEGAS ist für die Hochskalierung der kombinierten biologischen und nicht-biologischen Technologien verantwortlich. Dabei soll getestet werden ob die mikrobiologisch verbesserten Methoden in größerem Maßstab Potenzial haben und unter Feldbedingungen anwendbar sind. Die Wirksamkeit dieser Technologien wird unter kontrollierten Bedingungen in verschiedenen experimentellen Umgebungen mit verschiedenen Maßstäben getestet. Der Umfang dieser Experimente reicht von Säulen (bis zu 2 m) über 2D-Box-Aufbauten (70 l) bis zu Großbehältern (20 m³) mit feldäquivalenten Randbedingungen. Zusätzlich sind die Versuchsanordnungen mit Probennahmesystemen und In-situ-Messsystemen ausgestattet um Reaktionen, Abbauprodukte und Stoffwechselprodukte charakterisieren zu können. VEGAS ist außerdem dafür verantwortlich, die Betriebsfenster der verbesserten Technologien abzugrenzen, um deren Akzeptanz auf dem Sanierungsmarkt sicherzustellen.

Leiter VEGAS

Braun, Jürgen
Haslauer, Claus

Stellvertreter

Klaas, Norbert

Bearbeiter

Riedl, Domenique

Abteilung

VEGAS

Zeitraum

1.1.2021- 31.12.2024

Finanzen

Dieses EU-Projekt wird im Rahmen von Horizon 2020 gefördert

Partner

18 Partner (13 europäische und 5 chinesische)

Zum Seitenanfang