23.06.

23. Juni 2005, 16:00 Uhr

Konsequenzen globaler Klimaaenderungen fuer Zustand und Nutzung vonGrundwasserressourcen in Sueddeutschland - Integrative Modellkonzepte und ihre diagnostischen und prognostischen Faehigkeiten

Zeit
23.06.05, 16:00 – 17:30 Uhr
Referent/in
Dr. Roland Barthel, Jungwissenschaftlergruppe - Grundwasserhydraulik und Grundwasserwirtschaft, Institut für Wasserbau, Universität Stuttgart
Im Wesentlichen auf der Basis von CO2-Emissionsszenarien sagen globale Klimamodelle derzeit weitgehend übereinstimmend eine deutliche globale Klimaerwärmung für die nächsten 100 Jahre voraus. Über Downscaling-Verfahren lassen sich die Konsequenzen solcher globalen Veränderungen für die zeitliche und räumliche Verteilung vonTemperatur und Niederschlag auf kleinere Regionen abschätzen. Unabhängig davon, wieverlässlich entsprechende Aussagen letztlich sein mögen, scheint es sinnvoll, sichinnerhalb der Bandbreite der resultierenden Szenarien mit den möglichen Folgen fürden regionalen Wasserhaushalt zu befassen. In Süddeutschland, wo vorrangig Grundwasser für die Trink- und Brauchwasservorsorgung genutzt wird, stellt sich die Frage, inwieweit die derzeit genutzten Aquifere auch in Zukunft nachhaltig unter Einhaltung ökonomischer und ökologischer Kriterien bewirtschaftet werden können.

In diesem Vortrag werden zunächst die aktuelle Grundwasser- und dieWasserversorgungssituation in Süddeutschland charakterisiert und die möglichen Effekte klimatischer Änderungen auf den Grundwasserhaushalt dargestellt. DenSchwerpunkt stellt die Frage dar, wie der,,quantitative Zustand" (WRRL) einerGrundwasserressource räumlich und zeitlich differenziert diagnostiziert und prognostiziert werden kann und wie entsprechende Zustandsänderungen interpretiert und zur Entscheidungsunterstützung herangezogen werden können. Hierzu wird ein aktuell im Rahmen des Projektes GLOWA-Danube entwickeltes Verfahren vor- und zur Diskussion gestellt.

Pfaffenwaldring 61, Raum U1.003 (MML), Universität Stuttgart
Zum Seitenanfang